Normen, Glossar, FAQ und Planungshinweise — strukturiert aufbereitet für Planer, Verarbeiter und Bauherren.
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Estrichbau — kurz und präzise erklärt.
Fließestrich auf Basis von Calciumsulfat (Anhydrit). Selbstverlaufend, rissarm, optimale Wärmeübertragung bei Fußbodenheizung. Nicht für Feuchträume geeignet ohne Schutzmaßnahmen.
DIN EN 13813 · CA-C20-F4 bis CA-C40-F7Estrich auf Zementbasis. Universell einsetzbar, feuchtigkeitsresistent, geeignet für Feuchträume, Außenbereiche (mit Abdichtung) und Industrieböden. Neigung zu Schwindrissen ohne Bewehrung.
DIN 18560 · CT-C25-F4 bis CT-C50-F7Zustand des Estrichs, bei dem der Restfeuchtegehalt niedrig genug ist, um Bodenbeläge (Fliesen, Parkett, Vinyl) aufzubringen. Gemessen mit CM-Gerät: CA < 0,5 %, CT < 2,0 %.
DIN 18365 · DIN 18356Methode zur Bestimmung des Feuchtegehalts im Estrich. Estrichprobe wird mit Calciumcarbid in einer Stahlflasche in Reaktion gebracht; der Gasdruck gibt den Feuchtegehalt an (% CM).
Technisches Merkblatt — ZEBEstrich, der auf einer Trennschicht (Folie) oder Dämmschicht verlegt wird und keinen starren Verbund mit dem Untergrund hat. Ermöglicht Schall- und Wärmedämmung, erfordert Randdämmstreifen.
DIN 18560-2Estrich, der auf einer gleitfähigen Folie über dem Untergrund liegt, ohne Dämmschicht. Kein Verbund, aber keine Schallschutzwirkung. Einsatz bei Untergründen mit Rissrisiko oder Feuchtebelastung.
DIN 18560-3Estrich, der haftend auf den Untergrund aufgebracht wird — oft auf Beton mit Haftbrücke. Dünnste Einbauhöhen möglich (ab 25 mm). Untergrundvorbereitung entscheidend für Haftzugfestigkeit.
DIN 18560-3Estrich mit eingebetteten Heizrohren oder Heizleitungen (Fußbodenheizung). Erhöhte Anforderungen an Wärmeleitfähigkeit (λ ≥ 1,2 W/mK) und Aufheizprotokoll nach DIN 18560-2.
DIN 18560-2 · HE-KlassenÜbersicht der geltenden deutschen und europäischen Normen — mit Anwendungsbereich und Estrichklassen.
| Norm | Titel | Anwendungsbereich |
|---|---|---|
| DIN 18560-1 | Estriche im Bauwesen — Grundlagen | Begriffe, Anforderungen, Prüfung — gilt für alle Estricharten |
| DIN 18560-2 | Estriche auf Dämmschichten / Heizestrich | Schwimmende Estriche und Heizsystemestriche; Aufheizprotokoll |
| DIN 18560-3 | Verbundestriche / Estriche auf Trennschicht | Mindestdicken, Untergrundvorbereitung, Haftzug |
| DIN 18560-7 | Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieböden) | CT-C25 bis CT-C50, Verschleißklassen, Industrieanwendungen |
| DIN EN 13813 | Estrichmörtel und Estrichmassen — Eigenschaften und Anforderungen | Europäische Norm, CE-Kennzeichnungspflicht, Druckfestigkeit (C), Biegefestigkeit (F) |
| DIN 18202 | Toleranzen im Hochbau — Ebenheit | Ebenheitstoleranzen nach Tabelle 3 (allgemein) und Tabelle 4 (erhöhte Anforderung) |
| DIN EN 61340 | Elektrostatik — Leitfähige Böden | ESD-Schutz, antistatische und leitfähige Estrichsysteme |
| VOB/C ATV DIN 18353 | Estricharbeiten (VOB) | Regelungen für Ausführung, Abnahme und Gewährleistung von Estricharbeiten |
Antworten auf die häufigsten technischen Fragen unserer Kunden und Verarbeiter.
Praxisrelevante Hinweise für eine fehlerfreie Planung und Ausführung von Estricharbeiten.
Der Untergrund ist entscheidend. Vor jeder Estrichverlegung:
Fugen sind konstruktive Notwendigkeit, keine Schwachstellen:
Raumklima beeinflusst Trocknungszeit und Qualität:
Korrekte Reihenfolge des Bodenaufbaus:
Was bei der Abnahme geprüft und dokumentiert werden muss:
Diese Planungsfehler führen zu späteren Schäden: